Niedersachsens Gesundheitsminister Philippi will eine verlässliche Arzneimittelversorgung „endlich herstellen“. Ein Aufruf zur Bevorratung mit Medikamenten sei allerdings „kontraproduktiv“; er schüre Unsicherheit und Ängste in der Bevölkerung.
Dazu MUDr. PhDr. / Univ. Prag Jozef Rakicky, Abgeordneter (fraktionslos) der WerteUnion im Niedersächsischen Landtag:

„Als Arzt weiß Minister Philippi, dass die aktuellen Lieferengpässe längst keine theoretische Gefahr mehr sind, sondern den Versorgungsalltag unmittelbar betreffen. Lebenswichtige Medikamente – etwa zur Behandlung von Herzinfarkt und Schlaganfall – ebenso wie unverzichtbare Standardmittel wie Kochsalzlösungen sind bereits heute rationierte Mangelware. Ohne sie geraten Gesundheit und Leben Tausender Menschen in Niedersachsen konkret in Gefahr. Statt diese Realität klar zu benennen und entschlossen gegenzusteuern, setzt der Minister auf Beruhigungsrhetorik. Das Orchester spielt weiter, während sich die Versorgungslage weiter verschlechtert. Wo Klartext und Führung gefragt wären, wird beschwichtigt. Eine kontrollierte Bevorratung ist kein Zeichen von Panik, sondern Ausdruck verantwortungsvoller Daseinsvorsorge in einer fragilen Lage. Wer Versorgungssicherheit ernst meint, muss Prioritäten setzen. Die Stärkung der Arzneimittelproduktion in Deutschland ist eine Kernaufgabe staatlicher Verantwortung – und darf nicht hinter industrie- oder außenpolitischen Symbolprojekten zurückstehen. Probleme lassen sich nicht wegmoderieren. Sie müssen gelöst werden.“

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