Niedersachsens Gesundheitsminister Philippi beklagt fehlende Reformen zur Stärkung der Apotheken und fordert höhere Zuschläge pro abgegebene Arzneimittelpackung. Ohne diesen Schritt sei die wohnortnahe Versorgung angeblich nicht gesichert.
Dazu MUDr. PhDr. / Univ. Prag Jozef Rakicky, Abgeordneter (fraktionslos) der WerteUnion im Niedersächsischen Landtag:

„Minister Philippi lenkt ab. Die Verantwortung für die Apothekenkrise trägt die Landesregierung. Die wahren Probleme sind steigende Betriebskosten und überbordende Bürokratie. Hier hätte das Land längst für Entlastung sorgen können, anstatt reflexhaft nach mehr Geld auf Kosten der klammen Krankenkassen zu rufen. Moderne Versorgung bedeutet, neue Wege zuzulassen: Versandapotheken leisten längst einen wichtigen Beitrag zur wohnortnahen und kostengünstigen Arzneimittelversorgung. Sie entlasten Apotheken vor Ort, schaffen Wahlfreiheit für die Patientinnen und Patienten und helfen, das Gesundheitssystem stabil zu halten. Überfällig ist auch die Abschaffung des Apothekenzwangs für gängige, nicht risikobehaftete Medikamente. Wenn Schmerzmittel oder Erkältungspräparate in Drogerien erhältlich sind, stärkt das Verbraucherrechte, sorgt für Wettbewerb und hält die Preise im Zaum – ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden. Der Apotheker vor Ort bleibt unverzichtbar. Wer wirklich an seiner Seite steht, setzt auf Bürokratieabbau, attraktive Standortbedingungen und kluge Ergänzungen durch neue Versorgungsformen – statt auf immer höhere Zuschläge zulasten der Beitragszahler.“

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