Technologie-gestützte Altenpflege und humanoide Roboter in Pflegeheimen werden von ihren Befürwortern als „Fortschritt“ verkauft. In Wahrheit bergen sie ein massives Sicherheitsrisiko – insbesondere für hilflose, wehrlose Menschen.

Denn was passiert, wenn ein Pflegeroboter versagt?

Was, wenn eine Fehlfunktion beim Heben oder Umlagern dazu führt, dass Pflegebedürftige schwer verletzt oder gar getötet werden?

Was, wenn ein Roboter vielleicht nicht registriert, dass Duschwasser eiskalt oder brühheiß ist?

Was, wenn es beim robotergestützten Zähneputzen eine Fehlfunktion gibt und regelrecht auf Patienten eingehackt wird?

Es ist nicht zu unterschätzen: In den Griffen von Maschinen werden selbst an sich harmlose Gegenstände und Vorgänge zu Gefahren.

Wer übernimmt dann die Verantwortung, wenn jemand zu Schaden kommt – der Hersteller, der Betreiber oder niemand?

Ein seltener Lichtblick: Die rot-grüne Landesregierung zeigt in ihrer Antwort auf meine Kleine Anfrage (Drs. 19/8127) zumindest einen Rest an Realitätssinn. Sie räumt ein, dass moderne Technik zwar unterstützen könne, betont aber ausdrücklich:

„Der Einsatz von Robotik in der Pflege soll allerdings nicht das Ziel verfolgen, menschliche Pflegekräfte zu ersetzen.“

Gut so. Denn die Pflege ist kein Versuchslabor für blinde Technikgläubigkeit. Menschliche Fürsorge, Verantwortung und Empathie lassen sich nicht programmieren – und schon gar nicht ersetzen.

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