Jozef Rakicky zu steigenden Insolvenzen in Niedersachsen: „Fast 2.000 Firmenpleiten – und Rot-Grün verharmlost nach Habeckscher Art“

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Niedersachsen ist erneut gestiegen. Wie aus der Antwort der Landesregierung auf meine Anfrage (PDF im Anhang) hervorgeht, wurden im Jahr 2025 insgesamt 1910 Unternehmensinsolvenzen registriert – ein Anstieg um rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Gastgewerbe stieg die Zahl der Insolvenzen um 24,5 Prozent auf 198 Fälle. Nach Angaben der Landesregierung waren zudem mehr als 12.500 Arbeitsplätze von Insolvenzverfahren betroffen oder potenziell gefährdet. In den ersten zwei Monaten des Jahres 2026 ist die Zahl der Insolvenzverfahren weiter um mehr als zehn Prozent gestiegen.

Dazu MUDr. PhDr. / Univ. Prag Jozef Rakicky, Abgeordneter (fraktionslos) der WerteUnion im Niedersächsischen Landtag:

„Die Anmeldung einer Insolvenz sei nicht gleichbedeutend mit der Einstellung der Geschäftstätigkeit – mit dieser Argumentation redet die Landesregierung eine alarmierende Entwicklung klein. Man fühlt sich unweigerlich an Robert Habeck erinnert. Unternehmen sind also nicht pleite, sie arbeiten nur nicht mehr – das mag als politische Sprachregelung taugen, hilft den Betroffenen aber kein Stück weiter. 1.910 Unternehmensinsolvenzen in einem Jahr sind kein statistisches Randphänomen, sondern ein wirtschaftspolitischer Offenbarungseid. Hinter jeder Insolvenz stehen Unternehmer, Beschäftigte und Familien, die um ihre Existenz kämpfen. Wer diese Entwicklung verharmlost, hat den Bezug zur wirtschaftlichen Realität verloren. Besonders beunruhigend ist, dass sich der Negativtrend fortsetzt. Die Zahl der Insolvenzverfahren ist zu Beginn des Jahres 2026 bereits erneut deutlich gestiegen. Gleichzeitig verfügt die Landesregierung über keine eigene Prognose zur weiteren Entwicklung und plant keine besonderen Hilfen für besonders betroffene Branchen. Das ist Wirtschaftspolitik nach dem Prinzip Hoffnung.

Niedersachsen braucht keine Erklärungen, warum Insolvenzen angeblich nicht so schlimm sind. Niedersachsen braucht endlich bessere Rahmenbedingungen, damit Unternehmen gar nicht erst Insolvenz anmelden müssen. Hohe Energiepreise, steigende Abgaben, Fachkräftemangel und immer neue Bürokratie sind kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen. Wer Wohlstand, Arbeitsplätze und Mittelstand erhalten will, muss die Ursachen bekämpfen statt die Folgen schönzureden. Die Aufgabe einer Regierung ist es, Insolvenzen zu verhindern – nicht sie nachträglich wegzuerklären.“

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