Jozef Rakicky zu Rückbau und Entsorgung der Windkraftanlagen: „Niedersachsen steuert blind in die Windkraft-Altlastenkrise“

Für das Recycling ausgedienter Windrad-Rotorblätter besteht nach Einschätzung der Landesregierung erheblicher Forschungsbedarf. Gleichzeitig kann Rot-Grün weder beziffern, wie viele Windkraftanlagen bis 2030 tatsächlich zurückgebaut werden müssen, noch welche Kosten dadurch entstehen werden. Das geht aus der Antwort des Umweltministeriums auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Jozef Rakicky (Drucksache 19/9786) zu tausenden Windkraftanlagen hervor, die in den kommenden Jahren das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreichen.

Dazu MUDr. PhDr. / Univ. Prag Jozef Rakicky, Abgeordneter (fraktionslos) der WerteUnion im Niedersächsischen Landtag:

„Die Antwort der Landesregierung offenbart das Scheitern einer ideologisch getriebenen Energiepolitik ohne ehrliche Folgenabschätzung. Über Jahre wurden Landschaften industrialisiert und immer neue Windkraftanlagen mit üppigen Fördermechanismen durchgesetzt – ohne tragfähiges Konzept für Rückbau, Entsorgung und Folgekosten. Während die internationale Klimadebatte zunehmend realistischer geführt wird, hält Rot-Grün in Niedersachsen unbeirrt an einem ideologisch übersteigerten Windkraftausbau fest. Stromüberschüsse wechseln sich mit Versorgungslücken ab, die Netze geraten an ihre Belastungsgrenzen, konventionelle Reservekraftwerke bleiben unverzichtbar und die Systemkosten steigen immer weiter. Die Zeche zahlen Bürger, Mittelstand und Industrie. Massive Eingriffe in Landschaft und Natur, steigende Kosten und ungelöste Entsorgungsprobleme dürfen nicht länger als Kollateralschäden dieser Symbolpolitik verdrängt werden. Künftige Generationen werden uns daran messen, ob wir verantwortungsvoll und wirtschaftlich gehandelt haben – nicht daran, wie viele Windräder wir um jeden Preis gebaut haben.“

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