Durch meine Anfrage unter dem Titel „Drohende Insolvenzwelle in Niedersachsen?“ (Drs. 19/10381) brachte ich Rot-Grün in die Verlegenheit, konkrete Zahlen zu Insolvenzen und Stellenabbau herauszurücken. Die Fakten sind nicht gerade rosig.
2025 meldeten 1.910 Unternehmen Insolvenz an – ein Plus von 5% im Vergleich zum krisengeschüttelten Vorjahr. Allein im Gastgewerbe gab es 2025 198 Insolvenzanträge (24,5% mehr als 2025). Aus einer Tabelle geht hervor, dass in allen Gewerben über 12.000 Arbeitsplätze betroffen waren.
Man fühlt sich an den Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) erinnert, wenn die Landesregierung dazu erklärt: „Die Anmeldung einer Insolvenz ist nicht gleichbedeutend mit der Einstellung der Geschäftstätigkeit.“ Die Firmen sind also nicht pleite, sie hören nur auf zu produzieren – oder so ähnlich!
Natürlich kann man aus einer Insolvenz auch wieder herausfinden. Aber wie oft? Wir brauchen eine Regierung, die Insolvenzen nicht schönredet, sondern durch gute Rahmenbedingungen verhindert.