Meine Kleine Anfrage zu Schutzmaßnahmen gegen Gewalt in Krankenhäusern und Notaufnahmen (Drs. 19/8092) hat beunruhigende Erkenntnisse geliefert. Wussten Sie zum Beispiel, dass es seit 2018 fast 1.500 Fälle von Gewalt gegen Rettungsdienste und Sanitäter gab?
Dass auch Krankenhäuser deshalb verstärkt auf den Einsatz körperlich kräftiger Mitarbeiter setzen, will die Landesregierung nicht gutheißen: „Eine stärkere physische Präsenz von Beschäftigten senke Gewaltvorfälle nicht nachweislich; im Gegenteil: dominantes Auftreten kann Aggressionen sogar verschärfen.“
Der absurdeste Satz lautet aber: „Täter wählen Opfer nach Gelegenheit und Angreifbarkeit, nicht nach Körperkraft.“ Das ist ein Widerspruch in sich. Angreifbar ist schließlich, wer als leichtes Opfer gesehen wird.
Die Realitätsverweigerung der Landesregierung ist brandgefährlich!