Schon bei Einreichung sorgte meine Kleine Anfrage im Niedersächsischen Landtag (Drs. 19/7614) für großes Medienecho. Ich wollte wissen: Wie hoch ist der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund in unseren Schulen wirklich – und welche Folgen hat das für Unterricht und Integration?

Die jetzt vorliegende Antwort der Landesregierung zeigt ein klares Bild: Zum Stichtag 15. August 2024 besuchen landesweit 200.473 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund die öffentlichen allgemeinbildenden Schulen.

Besonders hoch ist der Anteil an Haupt- und Realschulen, wo vielerorts schon zwischen 30 und 45 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund haben. Aber auch in Grundschulen und Oberschulen steigen die Werte seit Jahren deutlich an. Diese Entwicklung betrifft also längst nicht nur die großen Städte – sie zieht sich durch alle Schulformen.

Im landesweiten Vergleich stechen vor allem einige Städte hervor: In Salzgitter und Delmenhorst liegt der Anteil bei 48,4 %, in Hannover (Stadt) bei 46,8 %. Damit ist die Minderheit dort bereits fast in der Mehrheit.

Um die Dynamik in jeder Region sichtbar zu machen, habe ich die Zahlen für jeden einzelnen Landkreis und jede kreisfreie Stadt ausgewertet.
In meiner interaktiven Karte können Sie mit einem Klick nachvollziehen, wie sich die Situation direkt vor Ihrer Haustür entwickelt hat.

Wie ist die Lage bei Ihnen?

Klicken Sie auf die interaktive Karte, um die Werte für jeden Landkreis anzuzeigen.

(Wir empfehlen die Nutzung auf einem größeren Bildschirm. Auf Smartphones kann die Darstellung aufgrund der Detailtiefe suboptimal sein.)

Informationen für Pressevertreter

PRESSEMITTEILUNG

Kreisgenaue Zahlen: Migration im Klassenzimmer – Herausforderung für Bildung und Integration

Die Auswertung mehrerer Kleiner Anfragen von MUDr.PhDr. Jozef Rakicky (WerteUnion), Mitglied des Niedersächsischen Landtags, zeigt: In allen Landkreisen und kreisfreien Städten wächst der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund kontinuierlich. Diese Entwicklung betrifft längst nicht nur die großen Städte, sondern auch den ländlichen Raum.

Die zentrale Frage lautet: Wie kann Unterricht angesichts rasanter Multikulturalisierung dauerhaft für alle gelingen?

Schon der Deutsche Lehrerverband mahnte 2015 angesichts steigender Flüchtlingszahlen, dass Schulen an ihre „Belastungsgrenze“ geraten können – insbesondere bei Sprachförderung, Integrationsarbeit und der Unterstützung von Lehrkräften. Diese Warnung hat bis heute nichts an Aktualität verloren.

MUDr.PhDr. Rakicky betont:
„Es geht nicht darum, Kinder gegeneinander auszuspielen. Aber wir müssen anerkennen: Der rasant wachsende Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund stellt unsere Schulen Herausforderungen, die in unserer Geschichte bislang einmalig ist. Wer Bildungserfolg sichern will, muss diesen Realitäten ins Auge sehen und konsequent für Sprachförderung, Integration und Unterrichtsqualität sorgen – sowohl für deutsche Kinder mit und ohne Migrationshintergrund sowie für ausländische Schülerinnen und Schüler in unseren Klassen.“

Um die Ergebnisse der parlamentarischen Anfrage transparent zu machen, wurden die Daten für jeden einzelnen Landkreis und jede kreisfreie Stadt aufbereitet. Eine interaktive Karte auf meiner Website stellt die Entwicklung öffentlich dar und macht sichtbar, wie sich die Schullandschaft vor Ort verändert hat.

Link: https://jozef-rakicky.de/migration-ins-klassenzimmer

Quelle: Alle Quellen runterladen

Für Rückfragen:

MUDr.PhDr. Jozef Rakicky
Hannah-Arendt-Platz 1
30159 Hannover
E-Mail: jozef-rakicky@jozef-rakicky.de

Pressefoto:

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